Lieben auf Erden – Der Seele Frucht

Lieben auf Erden – Der Seele Frucht

„Liebe ist der Entschluss, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen.“

(Otto Flake)

Diesen Spruch habe ich unter anderen Stefan als liebevoll, unterstützendes Zitat zukommen lassen. Daraufhin hat er mich über seine Fragen und Anregungen zur Verfeinerung und Veröffentlichung dieses Dialogs inspiriert.

Hallo Volker,
Danke für diesen wunderbaren Gedanken.

Anmerkung Volker:
Wichtig wäre, bereits an dieser Stelle zu reflektieren und zu realisieren, für welche Menschen Du diese Liebe schon empfinden kannst. Könnte mir sehr wohl vorstellen, dass das zumindest auf Deine liebe ‚Seelenpartnerin‘ Katja und auch auf Deine lieben Kinder zutrifft. Allein das ist schon ein großes Geschenk, dass Du und das Leben Dir bereitet haben? Wieviele unserer Mitmenschen würden sich genau das wünschen? Das ist ein echtes ‚Pfund, mit dem Du richtig wuchern darfst’. Du könntest bereits an dieser Stelle das ‚Glas als halb voll‘ bezeichnen. Das ist einfach nur eine Feststellung, aber eine sehr wichtige, wie ich finde, und ich hoffe, dass Du sie mit mir teilen kannst. Auch sollte diese weiterhin gehegt und gepflegt werden.

Frage Stefan:
Wenn dies so ist (Volker: auf das Eingangszitat bezogen), weshalb kann ich meinen Vorgesetzten nicht bejahen?
Oder manch andere Menschen?

Antwort Volker:
Nun, neben den bereits umgewandelten Ängsten, die Dir nun als reine Liebesenergie zur Verfügung stehen, wirst Du, so lange Du hier auf Erden weilst, damit beschäftigt sein, die noch verbleibenden Ängste sukzessive in Liebe umzuwandeln. Und dafür stehen Dir solche ‚Engel‘, wie Dein lieber Chef, als ‚Knöpfedrücker‘ der emotionalen Blockade, und ich, als ‚Steigbügelhalter‘ für den Übergang von der negativen Emotion über die Angst zur Liebe, sehr gerne zur Verfügung. Manche finden ihre ‚Meister‘ in der Partnerschaft. Andere, so wie Du, bedienen sich der ‚Spiegel‘, die sie benötigen, um einen Hinweis darauf zu bekommen, dass im eigenen System noch etwas zu ‚erlösen‘ ist, im Berufsleben. Dein Chef ist so lange genau der ‚Richtige‘ für Dich, solange Du noch in Resonanz mit seinen Unzulänglichkeiten gehst – bewusst oder unbewusst.

Vermutlich fällt Dir genau das so schwer, was Du bei Katja und Deinen Kindern so wunderbar hinbekommst: Den Entschluss zu fassen, Deinen Chef in seiner Gänze als Mensch zu bejahen, mögen die Einzelheiten sein, wie sie wollen.  Wie würdest Du denn ‚wachsen‘ wollen, würdest Du nicht immer wieder in emotionalen Blockaden landen, um dann zu versuchen, diese über den Gang ins Gefühl – von der Angst zur Liebe – umzuwandeln?

Frage Stefan:
Was fehlt mir um Liebe zu fühlen? Wut und Angst sind dafür oft meine Begleiter, darauf folgt Traurigkeit und Resignation.
Immer öfter stellt sich ein bis dahin unbekanntes Gefühl ein:
Das Gefühl der Endlichkeit.. Ja, ich kann in mich sehen und spüre so deutlich wie nie, dass das Leben endlich ist. Ich kann quasi das Ende sehen… Mein Ende.. Ich kann es auch spüren. Aber es stellt sich keine Liebe ein… nur der Gedanke, dass das alles im Leben sinnlos ist. Für was dann eigentlich weiter machen…. es ist doch vor dem Bild des Todes und der Endlichkeit alles egal und sinnlos… Von Liebe keine Spur.

Anmerkungen Volker:
Hättest Du nicht diese tiefe Grundliebe in Dir, lieber Stefan, könntest Du kein glückliches Familienleben führen, wärst kaum erfolgreich im Job und würdest Dich nicht bewusst mit Dir auseinander setzen.
Mit anderen Worten ausgedrückt, solltest Du weitest gehend aus Ängsten bestehen, dann wärst Du ganz am Anfang Deines Inkarnationszyklus‘ und würdest vermutlich die ersten Leben über einen nur ganz kurzen Zeitraum irgendwo in Afrika verbringen. Dort starten die Seelen in der Regel ihre Reise auf Erden. Dabei ist es zu Beginn sehr schwierig für sie, mit der Materie klar zu kommen. Deswegen werden diese Seelen in deren ersten Leben auch nicht besonders alt, da sie der erstmalige Umgang mit der stark verdichteten Materie auf der Erde einfach überfordert, denn sie kommen aus einer rein geistigen Welt.

„Friede rührt daher, dass man seine größten Ängste besiegt hat. Je weniger Angst, umso weniger Impulse gibt es für Kampf.“

(Zitat aus dem Buch „Emotion und Psyche“ von Annette Bokpe)

Diejenigen Seelen, die bereits etwa 50 Leben hinter sich gebracht haben, kommen in den Genuß, auf dem für mich schönsten aller Kontinente leben zu dürfen – hier in Europa. Und Du gehörst dazu :).
Deswegen haben die vorwiegend reifen und alten Seelen einen Lebensraum herbei gesehnt, auf dem endlich kein Krieg mehr nötig ist, um sich als Seele entwickeln zu können. Will heißen, wir dürfen unendlich dankbar und froh darüber sein, dass wir Westeuropa nunmehr schon mehr als 73 (!) Jahre ohne irgend einen Krieg führen zu müssen, genießen dürfen.

An dieser Stelle möchte ich zur Klarstellung nochmals auf meinen Beitrag „Das Selbst“ verweisen. Dort habe ich bei meinen Einlassungen über die Seele, das Buch

„Archetypen der Seele“, von Frank Schmolke und Dr. Varda Hasselmann

empfohlen.

Auf einem von deren Seminaren mit dem Thema „Seelenfamilie“ wurde ich erstmals intensiver mit dem Seelenalter und den entsprechenden geografisch irdischen Räumen, die die unterschiedlichen Seelen bewohnen, konfrontiert. Natürlich gibt es auf jedem Kontinent Repräsentanten jeglicher Altersstufe: Säuglings-, Kind-, Junge, Reife und Alte Seelen.
Richtig alte Seelen wie Nelson Mandela in Südafrika sind jedoch ebenso die Ausnahme auf diesem Erdteil, wie die Präsenz einer Vielzahl von Säuglingsseelen in Europa. Selbst Barack Obama ist als spätreife Seele für ein ‚Jungseelenvolk‘, wie sie die US-Amerikaner in ihrer Mehrheit sind, eher die Ausnahme verglichen mit einem entsprechenden durchschnittlichen Äquivalent, wie es wohl Donald Trump in all seiner ‚Größe‘ ist.

Ehrlichkeitshalber sei bemerkt, dass mir das Seelenalter von Mandela und Obama bekannt, das von Trump jedoch nur eine Vermutung von mir ist. Wichtig ist mir, auch nachhaltig zu erwähnen, dass es mir nicht um die Beurteilung oder Bewertung einer Seele und deren Taten geht. Vielmehr möchte ich Mitgefühl mit jeder Seele üben, denn der Unterschied liegt einzig und allein darin, dass die eine Seele einfach früher oder später als die andere ihre Reise hier auf Erden angetreten hat.

Übrigens, die alleinige Liebe, nach der Du Dich vermutlich ’sehnst‘, lieber Stefan, und die Du bereits in der Astralwelt, wo Du Dich als Seele zwischen zwei Leben aufhältst, erlebt hast, gibt es hier auf Erden nicht. Hier sind wir immer im Spannungsfeld zwischen Liebe und Angst. Entweder Du fühlst Dich geliebt und liebst Dein Umfeld oder Du agierst aus einer Emotion der Angst heraus – dann befindest Du Dich meistens in einem negativen Verhaltensmuster.

Und trotzdem kommen wir immer wieder zu dieser wunderschönen Erde zurück, weil wir lieben lernen wollen. Für einen Apfelbaum ist wohl ein reifer Apfel die Krönung seiner eigenen Schöpfung. So empfinde ich das auch für meine Seele. Es gibt für sie nichts Schöneres als die Liebe zu leben. Die Frucht der Seele ist das Erfahren der Liebe auf Erden. Nur hier können wir das Gefühl der Liebe empfinden. Das geht in den nicht inkarnierten Seelenregionen der Astral- und Kausalwelt (mehr dazu im Buch „Seelenfamilie“, von Frank und Varda) nicht. Dort wird wohl auch geliebt, allerdings nur geistig, denn da kann die Liebe nicht wirklich gefühlt werden.

Aber, um das Liebesniveau zu erhöhen, ein weiterer Grund, weswegen wir zur Erde kommen, benötigen wir die Angst, denn

„Lieben heißt die Angst verlieren“, wie uns das Erich Fromm in seinem Buch

auf eine so schöne Weise der Klarheit zuliebe näher bringt.

Frage Stefan:
Wo ist sie, die Liebe, die uns tragen und verbinden soll mit dem großen Ganzen.. Dem Göttlichen.. Von dem wir ja ein Teil sein sollen? Ich sehne mich so danach, sie zu finden. Ich glaube, dann wäre ich endlich zuhause, in mir selbst.

Antwort Volker:
Auf dem Weg dahin bin ich Dir sehr gerne behilflich und begleite Dich ebenso von Herzen gerne. Allerdings geht das nur ’step by step‘ – eine Umwandlung nach der anderen. Wie bei einer Zwiebel – es geht nur Schale für Schale. Denn genau so sind auch diese Blockaden entstanden – jedes entsprechende Ereignis kreierte eine weitere Zwiebelschale. Nun ist es an der Zeit, sie sukzessive wieder von der Zwiebel zu entfernen, um so zum Liebeskern vorzudringen.

Konnte die Tage meine 150. Umwandlung mit 22 Menschen innerhalb von 22 Monaten durchführen. Meine Tochter führt die Liste mit 22 an, Anna kommt auf 20 nach nur 10 Monaten, Dorothea geht auch auf ihre 20. zu, innerhalb von 13 Monaten, und Michael kommt auch bereits auf 14 Umwandlungen in 18 Monaten.

Hatte selbst 18 Umwandlungen innerhalb der letzten 12 Monate. Das liegt auch daran, dass mir die ‚Knöpfe‘ privat wie beruflich ziemlich intensiv gedrückt wurden. Aber, ich bin einfach dankbar dafür. Natürlich hatte ich auch ruhigere Phasen, wie zwischen dem Herbst 2014 und 2017. In der Summe dürfte ich innerhalb der letzten 15 Jahre etwa 120 Ängste umgewandelt haben. Das, was Dir gerade nach längerer Zeit ohne Umwandlung widerfährt, kenne ich kaum mehr. Leidensmomente, wie Du sie weiter oben beschreibst, versuche ich, möglichst kurz zu halten, indem ich die Angst Dank Dorotheas Hilfe unmittelbar in Liebe umwandle. Ja, ich kann für mich inzwischen feststellen und behaupten, dass ich fast nur noch aus der Liebe heraus lebe. Es ist einfach so phantastisch schön, und ich fühle mich einfach nur immens glücklich mit mir und meinen lieben Mitmenschen.

Lieber Stefan, Du bist ohne Zweifel gleichfalls auf einem wunderbaren Weg. Vertraue Dir – die Tiefen gehören zu den Höhen, nach jedem Tal folgt ein Berg und nach dem Regen scheint die Sonne. Wir sind in der Polarität, Dualität und in der Pulsation – hier geht es nur so, und das hast Du Dir bereits vor 10.000 Jahren genau so ausgesucht, als Du vermutlich Dein erstes Leben hier auf Erden erfahren durftest.

Bhagavan, der derzeit lebende Avatar für’s Erwachen, den ich in Indien 2010 und 2013 live erleben durfte, erzählte uns von einer Begegnung mit einem indischen Künstler. Der kam zu ihm, um Bhagavan zu bitten, ihm seine Depressionen zu nehmen, in die er fallen würde, sobald er die Bühne verlasse. Bhagavan sagte, ja, das kann ich für Dich tun, dann wirst Du jedoch auch keine Freude mehr auf der Bühne während der eigenen Vorführung empfinden. Darauf hin entschied sich der Künstler dazu, seine Depressionen zu behalten.

Namaste (Indisch: „Ich grüße den Gott in Dir“) e carpe diem („Pflücke den Tag“)

Volker